Blaulicht & Martinshorn

Was hat es zu bedeuten?

Wenn Feuerwehr, Rettungsdienst oder Polizei, THW, usw. mit Blaulicht und Martinshorn unterwegs sind, zählt oft jede Sekunde. Hinter jedem Einsatz kann ein Brand, ein Verkehrsunfall oder ein medizinischer Notfall stehen, bei dem Menschen dringend Hilfe benötigen.

Deshalb gilt: Wer Blaulicht und Martinshorn wahrnimmt, muss sofort freie Bahn schaffen. Die Einsatzfahrzeuge nutzen dabei das sogenannte Wegerecht nach § 38 der Straßenverkehrs-Ordnung (StVO).

Richtig reagieren rettet Zeit – und vielleicht Leben

Viele Verkehrsteilnehmer möchten helfen, reagieren aber in der Stresssituation manchmal unüberlegt. Abruptes Bremsen oder plötzliches Ausweichen kann die Einsatzkräfte behindern und sogar gefährliche Situationen verursachen.

So verhalten Sie sich richtig:

  • Bewahren Sie Ruhe und verschaffen Sie sich einen Überblick.
  • Versuchen Sie festzustellen, aus welcher Richtung das Signal kommt.
  • Beobachten Sie das Einsatzfahrzeug und erkennen Sie möglichst früh dessen Fahrtrichtung.
  • Fahren Sie, wenn möglich, kontrolliert an den rechten Fahrbahnrand.
  • Setzen Sie dabei rechtzeitig den Blinker, damit die Einsatzkräfte Ihre Absicht erkennen.
  • Achten Sie darauf, dass ausreichend Platz bleibt, damit das Fahrzeug sicher passieren kann.
  • Folgen Sie nicht hinter dem Einsatzfahrzeug und nutzen Sie keine entstandenen Freiräume aus.

Rettungsgasse bilden

Auf Autobahnen und mehrspurigen Straßen ist bei stockendem Verkehr oder Stau unverzüglich eine Rettungsgasse zu bilden:

  • Fahrzeuge auf der linken Spur fahren nach links.
  • Alle übrigen Fahrzeuge fahren nach rechts.

Die Rettungsgasse muss bereits entstehen, sobald sich der Verkehr verlangsamt und nicht erst, wenn das Einsatzfahrzeug sichtbar ist.

Warum fährt die Feuerwehr auch nachts mit Martinshorn?

Diese Frage hören wir immer wieder. Die Antwort ist einfach:

Um das Wegerecht nach § 38 StVO in Anspruch nehmen zu dürfen, müssen Blaulicht und Martinshorn gemeinsam eingesetzt werden. Das gilt auch nachts.

Das Martinshorn dient dabei nicht dazu, Anwohner zu stören, sondern andere Verkehrsteilnehmer frühzeitig zu warnen. Gerade nachts rechnen viele Menschen nicht damit, dass plötzlich ein mehrere Tonnen schweres Feuerwehrfahrzeug mit hoher Eile eine Kreuzung passiert oder um die nächste Kurve kommt.

Die frühzeitige akustische Warnung hilft, gefährliche Situationen zu vermeiden und ermöglicht allen Verkehrsteilnehmern, angemessen zu reagieren.

Jede Minute zählt

Während viele Menschen nachts nach dem Vorbeifahren der Feuerwehr wieder einschlafen können, beginnt für die Einsatzkräfte oft erst dann die eigentliche Arbeit.

Feuerwehrfrauen und Feuerwehrmänner verlassen innerhalb weniger Minuten ihre Familien, ihre Freizeit oder ihr Bett, um Brände zu bekämpfen, technische Hilfe zu leisten oder Menschenleben zu retten.

Mit einem umsichtigen Verhalten im Straßenverkehr unterstützen Sie uns dabei, schnell und sicher ans Ziel zu kommen.

Vielen Dank für Ihre Rücksichtnahme!

Ihre Freiwillige Feuerwehr Wenigumstadt