B 3 – Gebäude mit Rauchentwicklung

Datum: 16. Mai 2024 um 19:38 Uhr
Alarmierungsart: Alarmierungs-App, Funkmeldeempfänger, Sirene
Dauer: 7 Minuten
Einsatzart: B 3  (Fehlalarm)
Einsatzort: Bergstraße, Wenigumstadt – Großostheim
Einsatzleiter: Mirko Daniel
Mannschaftsstärke: 1/5
Einheiten und Fahrzeuge:

Weitere Kräfte: Feuerwehr Großostheim 


Einsatzbericht:

Im Neubaugebiet meldeten, Anwohner eine Rauchentwicklung aus einem Hausdach. Die integrierte Leitstelle Untermain alarmierte darauf sofort die Einsatzkräfte unter dem Einsatzstichwort B3 – Rauchentwicklung aus Gebäude der Ortsteile Großostheim und Wenigumstadt. Kurze Zeit später wurden die bereits auf Anfahrt befindlichen Kräfte abbestellt, da sich hierbei ein Fehlalarm herausstellte. Es stand inzwischen fest, dass die bereits vor Eingang des Notrufs anwesende Kräfte der Feuerwehr Großostheim bei einer realitätsnahen Übung mit Kunstnebel die Alarmierungskette in Gang gesetzt haben. Nach dem Eintreffen an der Einsatzstelle konnte dies auch sichtlich bestätigt und somit der Einsatz beendet werden.

Alarmierte Einsatzmittel:

Florian Wenigumstadt 46/1
Florian Großostheim 40/1
Florian Großostheim 12/1
Florian Aschaffenburg-Land 2
Florian Großostheim 30/1

Die Übungsleitung bot den ausgerückten Kräften aus Wenigumstadt eine spontane Teilnahme an der Übung an, welche letzten Endes in einem realistischen Szenario, mit zwei vermissten Menschenleben in Gefahr endete. Hierbei stellten wir das TSFW Wenigumstadt 46/1 mit vier Atemschutzgeräteträgern. Der erste Angriffstrupp erhielt den Einsatzauftrag, unter Atemschutz mittels C-Rohr zur Menschenrettung vorzugehen. Hierbei stieß er anschließend auf eine verschlossene Wohnungstür im 1. OG. Die restlichen Kräfte unterzogen sich derzeit bereits den Aufgaben der Wasserversorgung, Belüftung und Erkundung. Nach dem Eintreten der Türe suchten die beiden Atemschutzgeräteträger im Innenangriff Raum für Raum ab und fanden nach kurzem Suchen die erste Übungspuppe im dritten Raum. Die Übungspuppe, welche die Aufgabe hat, das Gewicht und die Handhabung eines bewusstlosen Menschen zu imitieren, wurde auf sofortigem Wege zur Patientenablage nach draußen verbracht. Anschließend wurde mit der Suche der zweiten Person fortgefahren. Im vorletzten Raum wurde der Trupp unter Nullsicht schließlich fündig und verbrachte die Puppe ebenfalls nach draußen. Der letzte Einsatzauftrag unseres 1. Angriffstrupps führte diesen erneut in die 1. Etage im OG, um dort noch den letzten verbleibenden Raum abzusuchen. Der Übungsleiter, welcher die beiden Trupppartner auf Schritt und Tritt beobachtete, fädelte einen spontanen Atemschutznotfall ein. Diese sogenannte “Maday-Lage” kann eine Vielzahl von Auslösern haben. Vereinfacht gesagt, meist den Verlust der Handlungsfähigkeit eines Atemschutzgeräteträgers, häufig aufgrund von medizinischen oder technischen Ausfällen. Für solche Vorfälle werden deshalb bei jedem Atemschutzeinsatz immer ein Atemschutzgeräteträgertrupp als ein sogenannter Sicherheitstrupp eingesetzt, um beim Eintreten dieses folgenschweren Vorfalls schnellstmöglich Hilfe den verunfallten Kameraden im Innenangriff zu bieten. Nach dem absetzten des Funkspruch “Mayday! Maday! Mayday! Hier … “, erhielt der Sicherungstrupp einen Einsatzauftrag, den vermutlich verunfallten Trupp aus dem Gebäude in Sicherheit zu bringen. Auch wenn diese Szenarien glücklicherweise die Seltenheit bedeuten, muss im Ernstfall jeder Handgriff sitzen. Besonders durch solche realitätsnahen Großübungen können wir Feuerwehren viele wichtigen Kenntnisse erlangen, lernen und unser Handeln stetig verbessern. Für Außenstehende mag manches vielleicht völlig übertrieben wirken, jedoch geht es hierbei im Einsatz um Leben und Tod.